Neue Fotos

Neue Vereinsnachrichten

Arbeitseinsatz im Trüllketal für Frosch, Molch und Co!

 

Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. sichert das Amphibienbiotop im Trüllketal

 

 

Goslar. Im Oktober 2013 begannen die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. im Trüllketal bei Goslar im Landschaftsschutzgebiet „Harz (Landkreis Goslar)“. Bäume und Sträucher wurden gerodet und Wiesen wiederhergestellt und in die extensive und damit naturverträgliche landwirtschaftliche Nutzung genommen. Zwei Jahre später folgten die Arbeiten an den beiden ehemaligen Fischteichen, die in Amphibienbiotope umgewandelt wurden. Hoher und dichter Baumbewuchs wurde an den Ufern entnommen, letztere in geeigneten Bereichen abgeflacht und der Trenndamm zwischen dem oberen und unteren Teich verbreitert, um ihn stabiler zu gestalten.

 

 

Ziel der Maßnahmen waren zwei besonnte Teiche, die den heimischen Amphibien als Laichgewässer und Lebensraum dienen sollten. Dieses Ziel wurde auch erreicht. Molche, Kröten und Frösche fanden viel bessere Lebensbedingungen als vorher. Hervorzuheben ist eine stabile Population des Kammmolchs, einer FFH-Anhang IV-Art (FFH: Flora-Fauna-Habitat). Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gibt auf seiner Internetseite (www.bfn.de) Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der lokalen Population des Kammmolches (Zitat):

 

Nutzungsbedingte Beeinträchtigungen des Kammmolches gehen vor allem von der Fischerei-, Land- und Forstwirtschaft aus. Um Beeinträchtigungen durch die Bewirtschaftung zu verhindern bzw. zu minimieren, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

 

Landwirtschaft

 

  • Kein Ausbringen von Spritz- und/oder Düngemitteln und keine Bodenbearbeitung in einer Pufferzone von mind. 20 m um die Gewässer

  • Verhinderung der Beschattung der Gewässer durch Gehölzaufwuchs durch regelmäßige winterliche Mahd/Mulchmahd – je nach Bedarf

  • Keine mineralische Düngung (mit Kalkammonsalpeter, Kali-Phosphor) während der Frühjahrswanderung

  • Extensive Beweidung als ideale Nutzung für das Gewässer und das Umfeld.“

 

(Zitatende)

 

 

Die Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. als Grundeigentümer bestimmt durch Pachtverträge die Nutzung der Wiesen, die auf Artenschutz ausgerichtet sind. Die beiden Laichgewässer liegen also in einem Umfeld, in dem die Handlungsempfehlungen des BfN problemlos umgesetzt werden können, zudem fernab von Straßen.

 

 

Der Bach Trüllke fließt durch beide Teiche hindurch. Insbesondere aufgrund des Hochwassers in 2017 befürchtet der Vorstand der Natur- und Umwelthilfe e. V. einen möglichen Dammbruch zwischen den Teichen sowie auch am unteren Teich, wenn die Wassermassen aus dem oberen Teich bei einem Dammbruch zusätzlich kämen. Nicht nur, dass dann beide Amphibienbiotope zerstört wären, ggf. würden auch weitere Schäden im Unterlauf der Trüllke angerichtet. Am Mitteldamm zwischen den beiden Biotopteichen sind schon jetzt Erosionserscheinungen zu sehen.

 

Die Natur- und Umwelthilfe e.V. möchte und muss die geschaffenen Werte (2 Amphibienteiche) für den Natur- und Artenschutz erhalten. Als naturnahe Teiche gehören sie ohnehin zu den gesetzlich geschützten Biotopen gemäß § 30 BNatSchG.

 

 

Am 09.09.2019 wird der Verein daher den Mitteldamm mit Wasserbausteinen in Form eines befestigten Überlaufs sichern lassen. Der Überlauf soll aus Wasserbausteinen gestaltet werden und mindestens 3 m breit und inklusive luftseitiger Böschung 6 m lang werden, um Hochwasser schadlos abführen zu können. Links und rechts soll der Überlauf jeweils mit Boden auf den Mitteldamm angeglichen werden. Die Zuwegung muss von Osten vom Frankenberger Teich  her über die städtische Wiese erfolgen, um keine Schäden an dem wegebegleitenden Gehölzen anzurichten, zumal es sich nur um einen schmalen Fußweg handelt, der für einen Radlader und einen LKW nicht geeignet ist. Die Stadt Goslar als Grundstückseigentümerin hat der Querung der Wiese bereits zugestimmt. Die Maßnahme soll im Hochsommer erfolgen, weil Gefahr im Verzuge besteht und tiefe Fahrspuren in der Wiese vermieden werden sollen, die im Winterhalbjahr zu befürchten sind.

 

 

Die Bauarbeiten sind für 1 Woche kalkuliert. Eine logistische Herausforderung ist der Antransport von 16 Tonnen Wasserbausteinen sowie 16 Tonnen Füllmaterial zur Angleichung der Überlaufrinne auf der Dammkrone. Das Bauwerk wird also auf das bisherige Niveau der Dammkrone aufgebaut und naturnah in das Relief eingebunden.

 

Die Kosten für das Bauunternehmen aus Othfresen werden bei ca. 5.700 € liegen. In Eigenleistung wird der Verein ca. 1.000 € beisteuern. Ein Förderantrag ist bei der Bingo-Umweltstiftung in Hannover gestellt. Der vorzeitige Beginn ist auf eigenes Risiko von Bingo genehmigt worden. Der Vorstand des Vereins sieht seinen Antrag im Ausgang optimistisch, hat auch keine andere Wahl, als jetzt mit den Maßnahmen zu beginnen. Das Risiko eines Dammbruchs wäre ihm zu groß.

 

 

Die Arbeiten des Tiefbauunternehmens sollen am 09. September beginnen und möglichst am 10.09.2019 abgeschlossen werden. In Eigenleistung wird die Natur- und Umwelthilfe e.V. kleinere Wasserbausteine von Hand versetzen und die Wasserrinne optimieren. Die beidseitige Angleichung mit sandigem/kiesigem Füllboden an den Notüberlauf wird in der Endstufe mit Harke, Schaufel und Spaten ebenfalls in Eigenleistung erfolgen, wie die Einsaat mit einer Samenmischung für Mager- und Sandrasen (Blumen 50% + Gräser 50%) speziell für den Naturraum Oberes Weser- und Leinebergland mit Harz. Der artenreiche Mager- und Sandrasen auf der Dammkrone wird vielen Insekten und damit auch Fledermäusen zugutekommen.

 

Die Natur- und Umwelthilfe e.V. überlegt, im nächsten Jahr auch den unteren Damm des unteren Teiches mit einem befestigten Überlauf zu sichern. Zunächst sollen aber in diesem Jahr Erfahrungen mit einer derartigen Baumaßnahme gesammelt werden.

 

Gez. Rainer Schlicht

 

2. stellv. Vorsitzender der Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V.

 

Naturschutzfachliche Wanderung über den Salzgitterschen Höhenzug

Heißum - Döhren - 15.06. 2019

 

"Mit der Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde auf 4 Vereinsveranstaltungen hingewiesen. Eine davon war die naturschutzfachliche Wanderung von Heißum nach Döhren über den Salgitterschen Höhenzug unter der Leitung von Rainer Schlicht.

mehr lesen 0 Kommentare

Neuer Fund eines seltenen Käfers am Sudmerberg

 

 

Die Ostflanke des Sudmerberges am Ortsrand von Oker ist trotz intensiver Land- und Weidewirtschaft immer wieder gut für den Fund seltener Insekten. Kürzlich ist wieder eines aufgetaucht, diesmal in Form eines Käfers.

mehr lesen 0 Kommentare

Achtbeinige Seltenheit in der Gipskuhle

 Goslar / Othfresen

 

Im Rahmen der Liebenburger Kulturtage fand am 25. Mai 2019 u. a. eine Führung mit rund 40 interessierten Teilnehmern durch die Gipskuhle statt. Rainer Schlicht informierte über die geologischen und botanischen Besonderheiten dieses Kleinods sowie über seine ökologische Bedeutung.

mehr lesen 0 Kommentare

Neue Videos

Artendokus

Artenclip Eisvogel

Gastbeiträge

Das Wildkatzengehege an .....

Gastbeiträge

Karstwanderweg/Niedersachsen



Gastbeiträge

Wiese, Wald & Co. Folge 1

Artendokus

Artenclip Mehlschwalbe

Artendokus

Artenclip Vierfleck-Kreuzspinne