Neue Fotos

Neue Vereinsnachrichten

Bingo-Umweltstiftung fördert Natur- und Umwelthilfe Goslar

 

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) fördert die Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. mit 11.900 Euro. Mit dieser Unterstützung will der Verein den Notüberlauf eines Laichgewässers für Amphibien im Trüllketal vertiefen. Da ein Nebenbach der Trüllke durch zwei zu Laichgewässern renaturierte ehemalige Fischteiche fließt, sollen die Teiche vor Hochwasser geschützt werden, damit die Amphibienbiotope nicht zerstört werden. „Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig vermehrt mit Starkregen rechnen und deshalb den Notüberlauf vertiefen“, sagt Rainer Schlicht von der Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. und fügt ergänzend hinzu: „Die Ereignisse vom Juli 2017 waren ein erstes Warnzeichen“.

 

 

Bild 1 zeigt den Beginn der Baggerarbeiten zur Vertiefung des Ablaufes, die Bilder 2 u. 3 das ablaufende Wasser, damit auch die Absenkung des Wasserspiegels zur Entlastung des Dammes. Bild 4 zeigt die bereits eingebauten Wasserbausteine. Fotos: Rainer Schlicht

 

mehr lesen 0 Kommentare

Termine Vorstandssitzungen März und April 2020 sowie Jahreshauptversammlung

Bitte beachten:

Aufgrund der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Infizierung mit dem Coronavirus und der Verbreitung dessen werden die monatlichen Vorstandssitzungen bis auf weiteres verschoben. Auch die im April geplante Jahreshauptversammlung findet aller Voraussicht nach erst zu Mitte des Jahres statt.

Hubert Spaniol, Vorsitzender

 

Die Amphibienwanderung beginnt sehr früh in diesem Jahr

Zuständige Behörden in der Pflicht

Erdkröte (GB)
Erdkröte (GB)

Seit mehr als 30 Jahren baut die Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. an der B 241 auf Höhe des Krähenholzes zweimal jährlich den Amphibienzaun auf und ab. Es gab bereits in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Probleme, diese Arbeitseinsätze mit ehrenamtlichen Helfern zu organisieren. Die sehr früh einsetzende Amphibienwanderung in diesem Jahr führte nun dazu, dass ein einziges Vereinsmitglied in einer Notmaßnahme, bei heftigem Sturm, den mobilen Amphibienzaun aufgebaut hat. So konnte der Zaun lediglich auf 50 m verkürzt aufgebaut werden.

Amphibienschutzzaun Richtung südwest (RS)
Amphibienschutzzaun Richtung südwest (RS)

 

Gerade an dieser Stelle ist bereits seit Jahren ein erheblicher Individuenrückgang bei den Amphibien festzustellen. Im Prinzip geht es hier um nichts weniger als die Rettung der dortigen Amphibienpopulation. Das mag sich nach Alarmismus anhören, ist aber schlichte Tatsache. Die ehrenamtlichen Naturschutzvereine kommen, wie beschrieben, zunehmend an personelle, organisatorische und auch materielle Grenzen. Fakt ist, dass in Zukunft an immer mehr Stellen im Landkreis das ehrenamtliche Engagement auf diesem Gebiet zwangsläufig nachlassen wird.

mehr lesen 0 Kommentare

Erster Arbeitseinsatz 2020 im Trüllketal

Am Samstag, den 04. Januar 2020, fand im Trüllketal der erste von mehreren Arbeitseinsätzen zwecks Amphibienschutzes statt. Die Fällung von Bäumen auf dem Damm des unteren Teiches zur Verkehrssicherung war notwendig geworden. Bei Sturm bestand die Gefahr des Windwurfes und damit der Beschädigung der Dammkrone. Die weitere Gefahr wäre ein Dammbruch und in der Folge das Auslaufen des unteren Teiches. Damit wäre der Amphibienlebensraum ebenfalls zerstört. Weitere Arbeitseinsätze werden noch bis Ende Februar folgen. Die Maßnahme ist von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises genehmigt.

 

Artenvielfalt – vierbeinigen Helfern sei Dank!

Die offene Landschaft, ist ein Produkt unserer Zivilisation, also auch ein Stück unserer Kulturgeschichte. Es war der Übergang von den Jäger- und Sammlerkulturen zum Ackerbau, der jene Entwicklung einleitete. Ohne darauf einzugehen, wie die Entwicklung im Einzelnen verlief, soll hier ein Aspekt hervorgehoben werden, der für die Artenvielfalt in unseren Breiten eine zentrale Rolle gespielt hat. Gemeint sind die sogenannten Kalk-Halbtrocken-rasen; sie bilden einen Arbeitsschwerpunkt der Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V., insbesondere im Salzgitterschen Höhenzug im Dreieck Heißum-Othfresen-Liebenburg.

 

Schafbeweidung verhinderte das Aufkommen von Büschen und Bäumen, poröser Kalkboden ließ Wasser schnell versickern. Die Beweidung verhinderte außerdem die Entstehung dicker Humusschichten. Auf diesen Flächen konnten sich Pflanzen ausbreiten, die im hohen Bewuchs fetter Wiesen oder gar im schattigen Wald der Konkurrenz unterlegen waren. „Halb“trockenrasen heißen diese Kleinodien übrigens, weil sie im Zuge extensiver menschlicher Wirtschaftsweise entstanden. Echte, natürlich entstandene Trockenrasen gibt es auch, aber sehr viel weiter im Süden.

 

Was ist denn aber nun das Besondere an diesen Lebensräumen mit dem etwas holprigen Namen? Vor gut fünf Jahren erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2010 zum Jahr der Biodiversität; die anschließenden 10 Jahre (2011-2020) zur Dekade der biologischen Vielfalt. Nun, genau in diese Kategorie passen unsere Kalk-Halbtrockenrasen. Artenvielfalt ist geradezu das Kennzeichen dieser außergewöhnlichen Lebensräume, und - wen wundert´s – die Pflanzenwelt ist die Grundlage dieser Vielfalt. So kommen mehr als sechshundert Arten von Blütenpflanzen, also knapp ein Viertel unserer heimischen Arten, fast ausschließlich auf Kalk-Halbtrockenrasen vor. Zu diesen Arten zählen einige der schönsten (und seltensten!) Blütenpflanzen unserer Flora. Es beginnt ganz früh im Jahr, schon im März öffnen sich die ersten Blüten. Mit dem fortschreitenden Frühling werden die Flächen zusehends bunter, schließlich haben wir im Mai, Juni und Juli, je nach Witterung, den Höhepunkt dieser Entwicklung. Der Blütenreigen endet erst im Herbst.

 

Überließe man diese wertvollen Lebensräume sich selbst (wie in der Vergangenheit geschehen), würden sie in wenigen Jahren verbuschen und sich wieder zum Wald entwickeln. Dem muss entgegengewirkt werden. Die Landschaftspflege im Salzgitterschen Höhenzug bei Heißum sowie am Leitchenberg bei Neuenkirchen ist daher sehr wichtig und braucht Partner, um beispielsweise dem Stattlichen Knabenkraut, einer heimischen Orchideenart, gute Lebensbedingungen zu bieten. Dies bedeutet in erster Linie Licht und Sonne und magere Nährstoffverhältnisse auf Kalkstandorten. Da muss es jemanden geben, der einen mobilen Zaun aufbaut und seine Tiere betreut, in diesem Fall das Ehepaar Kroll (s. Foto) aus Hahndorf. Letztendlich besorgen dann die unterschiedlichen Tierarten die Arbeit: Schafe und Ziegen und als Chef ein Lama. Diese Kombination ist weit und breit einzigartig! Alle fressen in unterschiedlichen Etagen und haben ein anderes Lieblingsfutter. Dadurch gibt es viel Licht für den Kalkhalbtrockenrasen. Im nächsten Frühling haben dann die Orchideen viel Platz zum Blühen.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Neue Videos

Artendokus

Artenclip Eisvogel

Gastbeiträge

Das Wildkatzengehege an .....

Gastbeiträge

Karstwanderweg/Niedersachsen



Gastbeiträge

Wiese, Wald & Co. Folge 1

Artendokus

Artenclip Mehlschwalbe

Artendokus

Artenclip Vierfleck-Kreuzspinne