Fledermausschutz

Neben dem Schutz der Vegetation auf Halbtrockenrasen, in Feuchtgebieten und dem Amphibienschutz engagiert sich der Verein auch für den Fledermausschutz.


Die Fledermäuse gehören zu denjenigen Tieren, die von der Ausräumung und Biotopverarmung der Landschaft und den Schadstoffbelastungen der Ökosysteme besonders betroffen sind. Einige Arten stehen unmittelbar vor dem Aussterben.


Ein historischer Kalkofen, der in den Grevelberg bei Othfresen in den Berg hinein gebaut wurde und dadurch einen längeren Zuführungsstollen hat, wurde von der Natur- und Umwelthilfe Goslar 1989 als Fledermaus-Winterquartier hergerichtet. Mit Hilfe der Bundeswehr Goslar konnte der Stollen von Abfall und Schutt geräumt und mit einer stabilen Tür, sowie mit Einflugsöffnungen für die Fledermäuse versehen werden.

Bundeswehrsoldaten

bei der Entsorgung von Unmengen an Müll aus dem Stollen


Bisher konnten im Stollen überwinternde Wasserfledermäuse (Myotis daubentonii) und Langohrfledermäuse (Plecotus spec.) nachgewiesen werden. Weiterhin nutzen den Stollen Schmetterlinge, wie Zackeneulen (Scoliopteryx libatrix) und Tagpfauenaugen (Inachis io) sowie verschiedene unbestimmte Zweiflüglerarten und Erdkröten als Winterquartier.

Wasserfledermaus

(Myotis daubentonii)

Zackeneule

(Scoliopteryx libatrix)

Erdkröte

(Bufo bufo)


Jegliche Art von Störungen in den Winterquartieren sind zu vermeiden, alle Fledermäuse stehen unter besonderem Schutz! Das Fotografieren ist daher grundsätzlich verboten, da die Fledermäuse geweckt werden können und dieses zu einem Verhungern der Tiere führen kann!


Mit der Erweiterung der Kalk-Halbtrockenrasen Biotope und der Feuchtbiotope bei uns, werden den Fleder-mäusen auch in Zukunft bessere Nahrungsgrundlagen geschaffen und wir hoffen, so auf ihre Vermehrung und Fortbestand.


Siegfried Wielert, Fledermausschutzbeauftragter für den Landkreis Goslar, danken wir für die Bereitstellung seiner Belegfotos.