Festtagsgrüße

Liebe Mitglieder, Naturfreunde und Besucher unserer Homepage,

 

überraschend wie immer steht plötzlich das Weihnachtsfest und eine Woche später der Jahreswechsel vor der Tür. Normalerweise blickt man bei dieser Gelegenheit auf ein ereignisreiches und in der Regel erfolgreiches Jahr zurück. In diesem Jahr möchte ich mit dieser Tradition brechen, und das aus gutem Grund.

Aus der Sicht von Mutter Natur war 2018 kein gutes Jahr. Erstmals konnten wir erleben, dass der Klimawandel immer konkreter wird und auf was wir uns in dieser Beziehung wohl in Zukunft einstellen müssen. Die extreme Dürre des letzten Sommers hat nicht nur in der Landwirtschaft, in den Wäldern, bei der Wasserversorgung Spuren hinterlassen, sondern auch in den von unserem Verein betreuten Gebieten. Namentlich die Kalk-Halbtrockenrasen im südlichen Salzgitterschen Höhenzug haben gelitten wie selten zuvor. Wir können nur hoffen, dass uns in absehbarer Zeit nicht noch mehr solche Dürren bevorstehen. Innerhalb unserer, ich nenne sie mal „Naturinseln“, können wir schon eine Menge tun, aber gegen das, was von außen „über uns kommt“, sind wir machtlos.

Es ist aber nicht nur der Klimawandel, er setzt dem Geschehen nur die Krone auf. Die Politik ist willenlos, gerade wurde in Polen das 1,5-Grad Klimaziel aufgegeben. Aber auch gegen viele andere Entwicklungen wird nichts getan, eher das Gegenteil. Das Insektensterben interessiert niemanden, außer vielleicht ein paar Insidern wie uns. Der allgemeine Verlust von Biodiversität (gerade auch in der Vogelwelt) geht unvermindert weiter.

Die Aufzählung könnte beliebig verlängert werden, wir lassen es an dieser Stelle dabei bewenden. Immerhin gibt das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel auch Anlass, wenigstens Hoffnung auf Besserung zu hegen.

 

Wir wünschen Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen ebensolchen Jahreswechsel. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass in Zukunft mehr Menschen an verantwortlicher Stelle erkennen, was eigentlich gerade geschieht und dass dieser Entwicklung Einhalt geboten werden muss.

 

Ich darf allerdings auch noch etwas Positives melden: Unsere Spendenaktion hat knapp 1.800 Euro eingebracht. Ich danke an dieser Stelle allen Spendern ganz herzlich. Der Dank gilt auch der Redaktion des Harzer Panorama am Sonntag sowie dem Bürgersender TV 38, die unsere Aktion mit jeweils einem ausführlichen Bericht unterstützt haben.

 

Gerwin Bärecke für den Vorstand

Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V.