Volker Schadach wird Ehrenvorsitzender der Natur- und Umwelthilfe Goslar

Der neue Vorstand der Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. - von Rechts: Gerhard Haase, Hubert Spaniol, Volker Schadach, Rüdiger Domnick, Udo Behr und Rolf Körner
Der neue Vorstand der Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. - von Rechts: Gerhard Haase, Hubert Spaniol, Volker Schadach, Rüdiger Domnick, Udo Behr und Rolf Körner

Goslar - Jahreshauptversammlung

Am 1. April trafen sich die Mitglieder der Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. im Hubertus-Hof in Goslar zur Jahreshauptversammlung. Von den aktuell 220 Mitgliedern hatten sich insgesamt 28 eingefunden, um über die Projekte des abgelaufenen Jahres 2015 informiert zu werden und den Vorstand zu entlasten. Der 1. Vorsitzende Volker Schadach berichtete denn auch wie gewohnt sehr kurzweilig über die wichtigen Projekte im Trüllketal bei Goslar, der Gänseweide bei Weddingen oder der Eisvogelbrutwand an der Innerste. Letzteres konnte übrigens vollständig durch Spenden aufgrund eines Berichts des Harzer Panoramas finanziert werden.

 

 Die ehrenamtlichen Naturschützer sind mittlerweile stolze Eigentümer von insgesamt 59 Hektar Naturschutzflächen. Dazu gehören insbesondere die Kalkmagerwiesen bei Heißum und Othfresen, aber auch die Quellwiesenbiotope im Reinbachtal und im Trüllketal bei Goslar. Auch der Bericht des Schatzmeisters Udo Behr war sehr erfreulich, so dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um weitere ökologisch interessante Flächen zu erwerben, wofür der Vorstand von den Mitgliedern ausdrücklich ermächtigt worden ist.

 

Im Mittelpunkt des Interesses stand aber eindeutig die Verabschiedung des Vereinsgründers und langjährigen 1. Vorsitzenden Volker Schadach. Damit der Übergang in den "Ruhestand" für den leidenschaftlichen Naturschützer nicht zu abrupt wird, wurde eigens eine Satzungsänderung beschlossen. Auf diese Weise kann Volker Schadach als Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit auch weiterhin die Geschicke seines "Lebenswerkes" weiter mitbestimmen. Und sein Nachfolger als 1. Vorsitzender Gerhard Haase kann weiter auf das Fachwissen und die Kontakte seines Vorgängers zugreifen.

 

Gerhard Haase ist seit drei Jahren Vereinsmitglied und arbeitet seit einem Jahr kommissarisch im Vorstand mit. Beruflich ist er bei der Stadt Goslar tätig, wodurch er sehr hilfreiche Verwaltungserfahrungen für den Verein mitbringt. Neben Gerhard Haase als 1. Vorsitzenden wurde das langjährige Vereinsmitglied Rolf Körner zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rolf Körner verfügt über großes naturkundliches Fachwissen und hat seit 2013 die Fachgruppe Biotopschutz des Vereins geleitet. Die amtierenden Vorstandsmitglieder Hubert Spaniol als 1. stellvertretender Vorsitzender, Udo Behr als Schatzmeister und Rüdiger Domnick als Schriftführer sind in ihren Ämtern bestätigt worden.

 

Aber noch einmal zurück zum neu gewählten Ehrenvorsitzenden Volker Schadach. In einer sehr emotionalen und launigen Laudatio hob der langjährige Wegbegleiter und Gründungsmitglied des Vereins Dr. Friedhart Knolle noch einmal die besonderen Verdienste von Volker Schadach um den Naturschutz im Landkreis Goslar hervor. Er begann mit der Feststellung, dass es wohl kaum jemanden im Landkreis Goslar gibt, der sein Leben lang so viel im praktischen Naturschutz erreicht hat und so viele positive Spuren des Arten- und Lebensraumschutzes hinterlassen hat wie Volker Schadach. Anschließend führte er durch das Leben des 1942 in Oberschlesien geborenen Volker Schadach. Schon in früher Jugend entwickelte er ein Gespür für die Natur und beobachtete, wie die heimische Natur seit den 1950er Jahren durch Eingriffe des wirtschaftenden Menschen immer ärmer wurde. So trat er schon früh in den BUND ein und baute dort eine schlagkräftige Arbeitsgruppe für den Biotop- und Artenschutz auf. Sie wurde 1987 in den heutigen Verein „Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V.“ umgewandelt. Zahlreiche Preise gewann Volker Schadach dafür, was er und seine Mitstreiter in der Landschaft schufen oder wieder renaturierten. Bedeutende Auszeichnungen sind das Goldene Rebhuhn der Kreisjägerschaft, die Ehrennadeln der Stadt Goslar und des Niedersächsischen Umweltministeriums. Über allem steht aber die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 2014. Friedhart Knolle hob besonders die Kreativität und die Hartnäckigkeit des Naturschützers hervor, wodurch zahlreiche Türen geöffnet, Partnerschaften begründet und Geldquellen für den Naturschutz erschlossen wurden. Nach nunmehr 29 Jahren an der Spitze des Vereins, den er 1987 gegründet hatte, bleibt Volker Schadach dem Vorstand erhalten, um den Nachfolgern in die großen Fußstapfen hinein zu helfen!!!. Der neue Vorstand darf weiter auf seinen Einsatz für den Naturschutz im Landkreis zählen.

Quelle: Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V., Rüdiger Domnick

Foto: Regine Schulz

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