Sondersendung

Bericht: Gerwin Bärecke


Fast ein Viertel unserer einheimischen Pflanzenarten kommen auf den sogenannten Kalk-Halbtrockenrasen vor, ein etwas sperriger Begriff, zugegeben, aber ein faszinierender Lebensraum. Entstanden durch die frühe extensive Landwirtschaft des Menschen, prägten sie noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein weite Teile unserer Kulturlandschaft.
Flachgründig, trocken, karg, warm – so heißen die Kennzeichen dieser Lebensräume. Es sind Extremstandorte, die nur von sehr anspruchslosen Pflanzen besiedelt werden können. Zu letzteren gehören jedoch die schönsten Blütenpflanzen, die wir bei uns haben, an der Spitze ganz sicher unsere einheimischen Orchideen.
Kein Wunder also, dass gerade diese Biotope Naturfreunde und Wanderer geradezu magisch anziehen. Die Vielfalt der Blütenpflanzen zieht dazu noch eine mindestens ebenso vielfältige Welt der Kleintiere nach sich.
Vernachlässigung und Gedankenlosigkeit sind die Hauptursachen dafür, dass die letzten Reste dieser Lebensräume heute stark bedroht sind. So war es auch hier im südlichen Salzgitterschen Höhenzug, im Dreieck Othfresen-Liebenburg-Heißum.

Die Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V., die sich schwerpunktmäßig die Erhaltung und den nachhaltigen Schutz dieser Flächen auf die Fahnen geschrieben hat, ist nun seit 25 Jahren ehrenamtlich tätig und wie Sie hören und sehen können, auch mit Erfolg.

Die Natur- und Umwelthilfe Goslar e. V. dankt den Mitgliedern des Mausebrunnen Clubs für die Unterstützung bei der Organisation der Sonderveranstaltung und für die Bereitstellung der Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus Heißum. An dieser Stelle möchten wir auch Gerwin Bärecke, Chefredakteur von TV 38 für sein großes Engagement bei der Erstellung des Berichtes danken.

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