"Seltene Jungfer" entdeckt!

Es gibt sie auch noch bei uns, die Jungfer, die Grüne Keil- oder Flußjungfer (Ophiogomphus cecilia). Gut zu erkennen an dem lindgrünen Brustsegment und dem für Keiljungfern typischen schwarz-gelben Hinterleib.


Diese Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Aber nicht nur in Deutschland wird sie geschützt, sie gehört auch zu jenen Arten der europäischen FFH-Richtlinie (FFH = Flora-Fauna-Habitat), für die Schutzgebiete auszuweisen sind. Das hat seinen besonderen Grund.



Foto: Regine Schulz

Der Lebensraum der Grünen Keiljungfer sind naturnahe Bäche und Flüsse mit sandigen und gröberen Sedimenten, geringer Wassertiefe und vor allem geringer Verschmutzung. Gerade die Verunreinigungen der Fließgewässer haben die Libelle in einigen Teilen Europas und in Deutschland an den Rand des Aussterbens gebracht. Sie ist damit fast eine Zeigerart für den Zustand von Fließgewässern. So gilt diese Art beispielsweise in Nordrhein-Westfalen als ausgestorben und verschollen – nach der Roten Liste: Gefährdungsgruppe 0.

Nun hat Regine Schulz aus Goslar am 8. August 2010 bei Othfresen am Flöteberg eine Grüne Keiljungfer entdeckt und im Bild festgehalten. Jetzt wird der eine oder andere fragen, am Flöteberg? Die Kalk-Halbtrockenrasen am Flöteberg beheimaten unzählige Kleininsekten, Nahrungsgrundlage für alle Libellen und die Grüne Keiljungfer hat ein großes Jagdgebiet – 0,5 bis 3,0 km vom Fließgewässer entfernt. Die Innersteaue, welche erst in jüngster Zeit unter Naturschutz gestellt wurde, liegt ganz in der Nähe. Der Fund dieser Art könnte ein Beleg sein für eine erheblich verbesserte Wasserqualität.


Quelle: Eigenbericht



Archiv

  2014  |  2013  |  2012  |  2011  | 2010

Kommentar schreiben

Kommentare: 0