Bilanz - Bienen-Ragwurz Bestände

Othfresen/Heißum - 3. Januar 2013 -


Nachdem die Bestände der Bienen-Ragwurz, eine unserer einheimischen Orchideen, durch extreme klimatische Bedingungen drastisch zurückgegangen sind, es waren 360 Pflanzen im letzten Jahr, die uns durch den Kahlfrost verloren gegangen sind, wollten wir es wissen: Haben sich die Bestände erholt?




Foto: Regine Schulz

Sie fragen sich bestimmt, warum jetzt im Januar der Frage nachgegangen werden kann? Nun, die Bienen-Ragwurz bildet im Spätherbst schon ihre Blattrosette für das kommende Jahr, die man auf dem kargen Boden sehr gut erkennen kann.  Jetzt, wo keine Schneedecke die Blätter verdecken, kann eine Zählung erfolgen.


Unser Ergebnis:
Ca. 70 Pflanzen konnten wir auf den Flächen der Kalk-Halbtrockenrasen zwischen Othfresen und Heißum registrieren. Die Freude war groß!


Doch Sorge besteht um unsere Orchideen. Kommt strenger Frost und fehlt die schützende Schneedecke erfrieren die Bienen-Ragwurze und die Pflanzen sind verloren. Die Naturschützer können dagegen nichts tun, nur hoffen, dass genügend Samen in den Vorjahren durch die Schafe in den Boden eingearbeitet/eingetreten wurden. Nach 4 bis 7 Jahren, nach unseren Beobachtungen, können sich neue Pflanzen entwickeln. Bleibt die Zuversicht, dass die  Bienen-Ragwurz uns erhalten bleibt.


In der Fotogalerie gibt es weitere Bilder zur Bienen-Ragwurz.


Quelle: Eigenbericht


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