Quellwiesenbiotop am Nordberg – Infotafel gibt jetzt Auskunft

„In letzter Sekunde“ – wie so oft bei der Erhaltung (in diesem Fall: Rettung) wichtiger Naturareale war es auch am Quellwiesenbiotop Reinbach am Nordberg bei Goslar kurz vor zwölf, als der Verein 2010 die Flächen erwarb und mit den ersten Pflegemaßnahmen begann, die dann kurze Zeit später in einer aufwendigen Renaturierung mündeten. Alle Beteiligten werden diese Arbeitseinsätze so schnell nicht vergessen.



Pressekonferenz vor der neuen Infotafel am Reinbach Quellwiesenbiotop. Foto: Christian Schulz

Seitdem hat sich einiges getan in diesem wertvollen Lebensraum. Die Orchideenbestände erholten sich zusehends, auch die letzten Reste anderer Pflanzen und Tiere, die sich an dieser Stelle gerade noch halten konnten, haben sich ausgezeichnet erholt. So konnten schon 2011, ganz besonders aber 2012 die Wanderer und Spaziergänger eine lange vermisste Blütenpracht in dem kleinen Wiesental betrachten. Nicht nur das: Auch die Bestände seltener Tierarten beginnen sich zu erholen, das reicht von seltenen Libellen über Heuschrecken (Sumpfschrecke) bis hin zu den Geburtshelferkröten, die hier eines der letzten Refugien im Landkreis Goslar haben, wobei die Aufzählung keinesfalls vollständig ist.
Ihren vorläufigen Abschluss haben die Arbeiten nun Ende Oktober gefunden. Mit Hilfe der Dachdeckerei Binder und Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung konnte eine große, schiefergedeckte Infotafel aufgestellt werden. Sie informiert zum einen über die sehr aufwändigen Renaturierungsarbeiten, zum anderen aber auch über das, was sich in diesem Lebensraum seither getan hat – und das ist eine ganze Menge. Der Verein kann durchaus stolz auf das Erreichte an dieser Stelle sein.
Eines steht noch aus: Ein schmaler Beobachtungspfad soll im Gelände angelegt werden, der einmal an den wichtigsten Stellen entlangführt und dabei gleichzeitig dafür sorgt, dass interessierte Wanderer keine empfindlichen Bereiche betreten.

Die Infotafel erweckt bei den Wanderern großes Interesse. Foto: Volker Schadach

Der Wanderweg am Biotop ist tagtäglich stark frequentiert. Foto: Volker Schadach


 

Quelle: Eigenbericht


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